„Fotografieren von Sternenkindern ist seelsorgerische Betreuung“: SternenkindFotografie e.V. erhält den Status der Mildtätigkeit

 

„SternenkindFotografie e.V.“ hat vom zuständigen Hamburger Finanzamt den Status der Mildtätigkeit erhalten. Damit ist der junge Verein der erste seiner Art, der in Hamburg als mildtätig eingestuft werden konnte. Ein großer Erfolg: „Dass die Behörden entschieden haben, unsere Arbeit in der großen Tradition gemeinnütziger Kirchenarbeit einzustufen und uns durch die damit verbundenen Steuerbegünstigungen und der Möglichkeit, Spendenquittungen auszustellen, unterstützt, zeigt, dass das Thema immer mehr in die Mitte unserer Gesellschaft rückt. Wir danken der Hamburger Finanzbehörde für ihre Unterstützung und Engagement.“

Für den Verein bedeutet dies, dass nicht nur Spenden direkt und ohne steuerliche Abzüge in wichtige laufende Projekte fließen können, sondern auch weitere Hürden bei Anträgen für zukünftige Förderungen fallen. „SternenkindFotografie e.V.“ ist hierbei besonders stolz auf Transparenz bei der Mittelverwendung und den demokratischen Geist bei der Entwicklung neuer Projekte. Wer dem Verein einmalig spenden oder ihn regelmäßig als Fördermitglied unterstützen möchte, der kann zukünftig auch einen Spendenbeleg erhalten.

Weitere Informationen zu den Themen Spenden und Unterstützen:
https://www.sternenkindfotografie.de/helfen-spenden/

Ben und seine große Schwester

Als ich damals den Kreißsaal betrat, lag die Mama mit Ben im Arm. Ganz still, ganz innig. Sie erzählte mir, was geschehen war – dass Ben in der 28. Schwangerschaftswoche geboren wurde und nicht bei ihnen bleiben konnte. Und dann begannen wir – ganz behutsam – mit dem Fotografieren. Ich durfte Ben liebevoll fotografieren, so zart, so still, aber voller Bedeutung. Diese Bilder waren von Anfang an ein Herzenswunsch der Mutter. Denn: „Sonst hat man ja gar nichts …“, sagte sie. „Es sind Beweise dafür, dass Ben wirklich da war.“

Kurze Zeit später kam die große Schwester Sophie mit dem Papa dazu. Sophie, damals viereinhalb Jahre alt, betrat leise und etwas schüchtern den Raum. Neugierig schaute sie zum Bettchen. Ich spürte, wie schwer diese Situation für alle war – aber auch, wie wichtig dieser Moment war. Das Eis brach schnell. Sophie trat näher, betrachtete Ben ganz aufmerksam, strich ihm zärtlich über die Stirn. Sie sog jedes kleine Detail in sich auf. Ich hielt diese Augenblicke in Bildern fest. Es war – so schwer es auch klingen mag – eine wirklich schöne, liebevolle Familienzeit: getragen von Nähe, Würde und einem tiefen Gefühl der Verbundenheit.

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Wir haben uns nicht gegen Ben entschieden – sondern für uns als Familie

„Wir haben uns nicht gegen Ben entschieden – sondern für uns als Familie.“ – eine Familie, die einen so schweren Weg gegangen ist. Sätze wie dieser bleiben. Sie zeigen, wie vielschichtig Trauer, Liebe und Verantwortung sein können – besonders dann, wenn das Leben eine Familie vor eine Entscheidung stellt, die eigentlich niemand treffen möchte.

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Einsatzbericht von Bo's Mama

Am 5.2. bin ich mit meinem Partner Jan gegen 21.00 Uhr ins Krankenhaus gefahren. Seit circa 17.00 Uhr hatte ich Wehen, welche ich erst nicht als solche einordnete. Die Regelmäßigkeit war irgendwann sehr auffällig und wir fuhren los. Da ich seit Monaten ständig Blutungen hatte und auch schon mehrfach im KH war, wo es dem Kleinen immer gut ging, war ich dieses Mal zum ersten Mal entspannt und dachte, es wird schon alles gut sein. Im Untersuchungszimmer wollte die Ärztin ausschließen, dass ich kein Fruchtwasser verliere. Als sie das sagte, habe ich das weitere Szenario irgendwie schon vor mir gesehen. Sie machte einen Ultraschall, das Herz des Babys schlug, aber es war kaum noch Fruchtwasser vorhanden. Mein ganzer Körper fing an zu zittern. Es wurden weitere Tests gemacht und eine weitere Ärztin kam und untersuchte mich. Ich wäre gerne optimistisch geblieben, hatte aber sofort dieses Bauchgefühl, dass es nicht gut ausgehen wird. Sie erklärte uns dann, dass, wahrscheinlich durch Bakterien, mein Blasensprung verursacht wurde, und dass es sehr wahrscheinlich ist, dass das Baby in den nächsten drei Tagen zur Welt kommt.
Ich war Ende der 21. SSW, viel zu früh also. Sie erklärte uns, dass das Baby noch nicht überlebensfähig sei. Sie ließ uns kurz alleine, ich weinte viel und dachte, ich sei im falschen Film.

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